Unglaublich aber wahr, die Dritte hat es tatsächlich geschafft, den Bezirkspokal zu gewinnen und hat sich damit für das Hessenpokalfinale in Eisenbach am 26./27.04.2008 qualifiziert. Nach über vier Stunden nervenaufreibenden und kräfteraubenden Spielen haben die vier entsandten "Musketiere" den Pott nach Niederaula/Kirchheim geholt. In der Besetzung Björn Kunde, Andreas Stöcklein, Daniel Walper und Berthold Hotzy (Coach) gelang der nicht unbedingt erwartete Coup. Auf dem Papier standen um 18:10 Uhr ein 4:1, ein 4:0 und nochmals ein 4:1 im Finale. Die Begegnungen indes verliefen weitaus spannender und knapper, als es die Ergebnisse vermuten lassen. Die Gegner waren im Viertelfinale der TSV Lembach 1954 als Vertreter aus dem Schwalm-Eder-Kreis, im Halbfinale der TV 1908 Gladenbach aus dem Kreis Marburg-Biedenkopf und im Finale aus dem Kreis Waldeck/Frankenberg der TSV 1926 Herbsen.
Viertelfinale 4:1 gegen den TSV Lembach 1954 Der erste Gegner erwies sich als eine harte Nuss und insgesamt betrachtet vielleicht als stärkster Konkurrent auf dem Weg zum Titel. Die Mannschaft aus Lembach belegt derzeit den 4. Tabellenplatz in der 1. Kreisklasse Gruppe Süd mit 26:10 Punkten und hat leider nur noch theoretische Chancen auf den Aufstieg. Sie haben aber in der Rückrunde noch kein Spiel verloren. Allen voran haben das vordere Paarkreuz mit Axel Flohr und Stefan Flecke einen maßgeblichen Anteil daran. Komplettiert wurde das Trio durch Mario Alles. Zunächst spielten Björni gegen Stefan Flecke und Stöcki gegen Axel Flohr. Unsere Nummer eins startete nervös und verlor prompt den ersten Satz. Im weiteren Verlauf drehte er aber das Spiel und siegte am Ende nach vier Sätzen. Stöcki hingegen startete furios und gewann die ersten beiden Sätze gegen Axel Flohr. Am Ende hieß es allerdings 2:3 aus Aulataler Sicht. Besonders ärgerlich war, dass der dritte und der fünfte Satz mit 12:14 verloren gingen. Känguruh traf in seinem Auftaktmatch auf Mario Alles, der ihm alles abverlangte. In einem offenen Schlagabtausch sah Känguruh´s Kontrahent im Entscheidungssatz schon wie der sichere Sieger aus, führte er doch schon mit 9:5. Aber Kämpfer Känguruh erzielte dann sechs Punkte in Folge und konnte damit die Aulataler Dritte mit 2:1 in Führung bringen. Unser Doppel mit Björni und Stöcki traf im Anschluss auf Flohr/Flecke und konnte sich trotz des Verlustes des ersten Satzes am Ende knapp mit 3:1 behaupten. Da Aulatal als Heimmannschaft am Spielberichtsbogen ausgewiesen war, folgten nun die zweiten Einzel von Björni und Känguruh. Letzter siegte nach verlorenem ersten Durchgang am Ende verdient in vier Sätzen, als Björni noch kämpfen musste. Wichtig war aber, dass der wichtige vierte Punkt bereits in trockenen Tüchern war. So gelang auch unserer Nr. 1 der zweite Einzelerfolg gegen Axel Flohr und der Einzug ins Halbfinale war vollbracht. Wie bereits geschildert, waren die Leimbacher vielleicht der stärkste Konkurrent. Auf alle Fälle sind sie eine sehr sympathische Truppe, die uns sogar im Finale die Daumen hielten. Vielleicht kann man ja mal ein Freundschaftsspiel gegen das Team aus dem Schwalm-Eder Kreis arrangieren.
Statistik
| Kunde |
- |
Flecke
|
5:11 |
11:4 |
12:10 |
11:7 |
|
3:1 |
1:0 |
| Stöcklein |
- |
Flohr
|
11:8 |
11:4 |
12:14 |
7:11 |
12:14 |
2:3 |
0:1 |
| Walper |
-
|
Alles |
12:10 |
9:11 |
11:7 |
4:11 |
11:9 |
3:2 |
1:0 |
| Kunde/Stöcklein |
-
|
Flohr/Flecke
|
8:11 |
11:9 |
12:10 |
12:10 |
|
3:1 |
1:0 |
Kunde
|
-
|
Flohr
|
11:13 |
11:8 |
11:3 |
12:10 |
|
3:1 |
1:0 |
|
|
|
|
|
|
|
|
14:8
|
4:1 |
Halbfinale 4:0 gegen TV 1908 Gladenbach Im Halbfinale hatten die Aulataler Jungs weniger Mühe als erwartet. Die Mannschaft aus dem Kreis Marburg-Biedenkopf hatte im Viertelfinale ein Freilos gezogen und war wohl noch nicht so richtig warmgespielt. Das Gegenüber aus Gladenbach führt ebenso wie unsere Dritte ihre Liga an und steht vor dem Aufstieg in die Kreisliga. Zudem hat sie mit Martin Herzog den zweitbesten Einzelspieler der Klasse. Insgesamt war es aber ein sehr einseitiges Spiel zu Gunsten der Aulataler Jungs. Unser Björni traf auf Thorsten Herzog und hatte trotz verlorenem zweitem Satz keine nennenswerten Probleme. Auch Stöcki zeigte sich von seiner Niederlage im Auftaktmatch gut erholt und ließ der Nr. 1 aus Gladenbach Martin Herzog beim 3:0 Erfolg keine Chance. Känguruh stand dem nichts nach und siegte nach 12:14 im ersten Satz am Ende klar mit 3:1 gegen Nicolas Anschütz. Unser altbewährtes Doppel erzielte in einem Viersatzmatch den vierten und entscheidenden Punkt; das Finale war erreicht.
Statistik
| Kunde |
- |
Herzog, Th.
|
11:8
|
9:11
|
11:5
|
11:6
|
|
3:1
|
1:0 |
| Stöcklein |
- |
Herzog, M.
|
11:6
|
11:4
|
11:5
|
|
|
3:0
|
1:0 |
| Walper |
-
|
Anschütz |
12:14
|
11:5
|
11:6
|
11:7
|
|
3:1
|
1:0 |
| Kunde/Stöcklein |
-
|
Herzog/Anschütz |
11:7
|
10:12
|
11:6
|
11:5
|
|
3:1
|
1:0 |
|
|
|
|
|
|
|
|
12:3 |
4:0 |
Finale gegen den TSV Herbsen 4:1 Hier trafen die Aulataler Jungs auf den Vertreter des Kreises Waldeck-Frankenberg. Der TSV Herbsen war durch einen 4:0 Erfolg über TSV 1946 Langenhain (Werra-Meißner-Kreis) im Viertelfinale und durch einen 4:2 Erfolg über den Favoriten SVH 1945 Kassel V ins Endspiel eingezogen. Derzeit rangieren sie auf Platz 1 in der Tabelle der 1. Kreisklasse Nord und haben gute Chancen auf den Aufstieg in die Kreisliga. Zudem waren sie in der Rückrunde bislang ungeschlagen. In ihren Reihen haben sie unter anderem Spitzenspieler Mario Bonté, der in den vergangenen zwei Jahren nur zwei Partien verloren hat.
Gegen jenen Mario Bonté musste als erstes Stöcki ran. Im ersten Satz fand er kein Mittel gegen seinen stark aufspielenden Konkurrenten. Nach einigen Umstellungen seiner Spielweise und hilfreichen Tipps von Coach Berti gelang der verdiente Satzausgleich. Im dritten Satz haderte Stöcki mit einigen Netz- und Kantenbällen gegen sich und verlor diesen knapp. Im folgenden vierten Durchgang hatte er allerdings keine Chance mehr und unterlag am Ende verdient mit 4:11. Björni machte seine Sache wesentlich besser. Gegen den defensiv agierenden Werner Oehl legte er eine souveräne Vorstellung hin. Einzig seine Nerven sowie leichte Wehwehchen im rechten Oberschenkel machten ihm zu schaffen. Aber ein 3:0 Erfolg spricht eine deutliche Sprache. Für die erstmalige Führung sorgte Känguruh im Anschluss. Er dominierte gegen Uwe Beiteke nach Belieben und spielte ganz stark auf. Mit vielen klasse Topspin Schlägen brachte er sein Gegenüber schier zur Verzweiflung.
Das richtungsweisende Doppel avancierte dann zum spannendsten Spiel des Tages. Das Duo Diavolo (Kunde/Stöcklein) traf in einem nervenzerreißenden Match auf Bonté/Beiteke. Der ersten Satz ging klar an die Herbsener, die durch einen Erfolg ihrerseits stets um den Ausgleich im Finale bemüht waren. Der zweite Satz verlief dann bis zu einer 8:3 Führung in unserem Sinne. Aber wohl zu siegessicher verspielte man unnötig diese deutliche Führung und sah sich auf einmal einem 0:2 Satzrückstand gegenüber. Der dritte Durchgang wog dann zunächst hin und her, bis das Aulataler Doppel entscheidend davon ziehen und auf 1:2 verkürzen konnte. Starke Nerven brauchte man auch zu Beginn des vierten Satzes. Zunächst machten Björni und Stöcki einen 1:5 Rückstand wett und schafften sogar den Satzausgleich. Im psychologischen Vorteil erspielte sich unsere Doppel im Entscheidungssatz eine klare Führung und hatte beim Stande von 10:3 sieben Matchbälle. Die ersten drei wurden kläglich vergeben, worauf eine Auszeit für die nötige Ruhe sorgen sollte. Mit Erfolg, der vierte Matchball wurde genutzt und ein wichtiger Punkt auf dem Weg zum Titel war geschafft.
Danach trafen zeitgleich Björni auf Mario Bonté und Stöcki auf Uwe Beiteke. Unsere Nr. 1 hatte eine harte Nuss zu knacken und konnte den ersten Satz erst in der Verlängerung mit 12:10 für sich verbuchen. Während Björni in erfolgreicher Mission im zweiten Satz unterwegs war, hatte Stöcki sein Match bereits für sich entschieden und die Gewissheit über den Gewinn des Bezirkspokals war perfekt. Sein Kontrahent hatte keine Chance, wozu Noppen manchmal gut sind… Der Druck war also auch für unseren Topspieler genommen, es ging nur noch um das endgültige Resultat. Dennoch lieferte er sich noch einige interessante Ballwechsel und konnte das Match mit 3:0 erfolgreich gestalten. Der unbedingte Siegeswille war Björni besonders in diesem Spiel anzumerken, dafür Respekt und Anerkennung.
Statistik
| Kunde |
- |
Oehl
|
11:9
|
11:8
|
11:9
|
|
|
3:0
|
1:0 |
| Stöcklein |
- |
Bonté
|
4:11
|
11:7
|
7:11
|
4:11
|
|
1:3
|
0:1 |
| Walper |
-
|
Beiteke |
11:8
|
11:9
|
11:7
|
|
|
3:0
|
1:0 |
| Kunde/Stöcklein |
-
|
Bonté/Beiteke |
8:11
|
9:11
|
11:6
|
11:7
|
11:8
|
3:2
|
1:0 |
| Kunde |
- |
Bonté |
12:10 |
11:9
|
14:12
|
|
|
3:0
|
1:0 |
|
|
|
|
|
|
|
|
13:5
|
4:1 |
Mit diesem sensationellen Erfolg haben sich die Aulataler Jungs für den Hessenpokal am 26.04.08 in Eisenbach qualifiziert. Besonderen Dank geht an Coach Berti, der für den Fall der Fälle mit anreiste und Maskottchen Franzi, sowie an unsere Teamkameraden Dr. Achim und den "Alten" Fritz.
v.l. Björn Kunde, Andreas Stöcklein, Daniel Walper, Berthold Hotzy
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